Das Nordkap

gehört zu Norwegen und liegt etwa 2.100 km südlich vom Nordpol (71° 10' 21" nördlicher Breite) und 520 km nördlich des Polarkreis.

 

Der Sommer hier dauert vom Juli bis Anfang September. Zu dieser Zeit hat man helle Tage und auch helle Nächte. Die Temperaturen können bis zu 25 Grad ansteigen, aber lasst euch nicht täuschen: trotzdem benötigt man gute Kleidung.

 

Während der etwa 2,5 Monate der Mitternachtssonne im Sommer wird es am Nordkap niemals dunkel. Im Gegenteil dazu wird es während des Winters für ca. 2,5 Monate niemals hell.

Der Reifen nach der Nordkap Tour
Der Reifen nach der Nordkap Tour

Kleiner Tip:

Wenn Ihr z.B. zum Nordkap fahrt, dann mit noch ausreichend guten, aber keinen neuen Reifen.  

 

Da es dort stehtig gerade aus geht, fahrt ihr die Reifen gerade ab.

Sie werden eckig wieder kommen!! Das Geld solltet Ihr sparen ;-)

Aufbruch der 2. Etappe ab Oravi/Finnland
Aufbruch der 2. Etappe ab Oravi/Finnland

Wer einen Motorradurlaub nach Skandinavien plant, muss immer auch eine Tour zum Nordkap mit einplanen.

 

 

Schließlich ist es ein absolut tolles Erlebnis, diesen mit dem Motorrad erreicht zu haben, auch wenn es sich nicht um den eigentlich nördlichsten Punkt Europas handelt (einige europäische Inseln liegen noch nördlicher als das Nordkap, aber er ist der nördlichste Punkt den man mit einem Landfahrzeug erreichen kann)

Iisalmi/Finnland (ca. 1.100 km vor dem Nordkap) Nass, nass und immer noch Regen
Iisalmi/Finnland (ca. 1.100 km vor dem Nordkap) Nass, nass und immer noch Regen

Wir gerieten die ersten 200 km in so einen Dauerregen, das wir schon fast wieder umgedreht wären. Aber uns war klar: wenn wir jetzt umdrehen, versuchen wir es nie wieder.

Ein Tipp: nördlich hinter dem Polarkreis solltet Ihr bei JEDER Tankstelle auftanken - egal ob es nötigt ist oder nicht. Die nächste Tankmöglichkeit kommt oft erst nach 200-300 Kilometern.

sieht nicht so tief aus wie es ist
sieht nicht so tief aus wie es ist

Und bei den "Tanken" in Finnland achtet darauf nicht über dem Gulli anzuhalten, denn der ist i.d.R. abgesenkt!

Wer das nicht tut kann schnell "ins Leere" treten, so dass man mit seiner Maschine ins Kippen kommt!

Behindern immer mal den Verkehr, Rentiere
Behindern immer mal den Verkehr, Rentiere

Je näher Ihr dem Polarkreis kommt, desto leerer wird es auf der Straße. Schon kurz vor Rovaniemi trafen wir auf die ersten Rentiere. Diese werden freilaufend von den Samis gehalten! Und das bedeutet, dass ihr immer wachsahm sein müsst. Denn wenn die Straßenseiten auch großzügig gestutzt sind, sind die Rentiere sehr schlecht zu erkennen, wenn sie sich nicht bewegen. Und dann stehen sie plötzlich auf der Straße. So behäbig wie die aussehen, sind sie nicht!

Damals haben wir noch gedacht was der Sprit hier teuer ist
Damals haben wir noch gedacht was der Sprit hier teuer ist

 

Nach dem Ausflug zum Santa Claus im Santa Claus Village starteten wir wieder durch in Richtung Karasjok, Norwegen. Die Strecke war durchweg sehr gut, und sehr leer.

 

 

 

 

Aber es wurde immer kälter und feuchter. Die Männer hatten natürlich keine Winterhandschuhe oder regenfeste Stiefel. Tja, da muss man halt improvisieren!

Das teuerste Hotel unserer Reise
Das teuerste Hotel unserer Reise

Nach insgesamt 450 km suchten wir uns also wieder eine Unterkunft. Hotels fanden wir hier wenige in Karasjok (2 Hotels, 1 Hostel), dafür haben die hier mind. 4 Tankstellen! Hier bezogen wir das teuerste Gästezimmer unserer Reise. Und das "abgewrackteste". Aber der Rentierburger war ganz lecker.

So, heute kommen wir hoffenlich bei gutem Wetter an
So, heute kommen wir hoffenlich bei gutem Wetter an

Nach dem (reichhaltigen, Hüstel) Frühstück ging es nun auf zur letzten Etappe: über Porsanger 250 km zum Nordkap.

Die letzen 80 km geht es immer an der Küste entlang, durch 3 Tunnel (lang, nass, kalt und dunkel). Sturmböen sind auf den letzen 40 km keine Seltenheit. Also immer wachsam fahren!

 

Extrem aufpassen muss man auch hier auf die frei laufenden Rentiere!

 

Der Parkplatz, nur noch etwas zu Fuß und es ist geschafft!
Der Parkplatz, nur noch etwas zu Fuß und es ist geschafft!

Natürlich muss man für das Parken auf dem Nordkapplateau

und für den Eintritt in die Nordkaphalle

bezahlen.

(ca. 23,00 €)

 

 

Dieses tut man vorne an der "Mautstelle".

Ein "Drumherum" gibt es nicht, denn das Gelände ist flach und voll einsehbar. Und der Wind pfeifft so extrem darüber, das er meine Maschine umgedrückt hat!

3 Tunnel liegen auf dem Weg
3 Tunnel liegen auf dem Weg

 

Das Nordkap erreicht man (gegen eine Gebühr) über den 1999 eröffneten Nordkaptunnel, denn es liegt auf der Insel Magerøya. Der Tunnel ist 6875m lang, 212m tief, nass und kalt.

 

 

Der Tunnel ist einer von dreien (die anderen beiden sind Mautfrei) und ermöglicht die Durchfahrt vom norwegischen Festland bis hin zum Nordkap. 

Für dieses Foto, sind wir knapp 1.700 km (hin)gefahren
Für dieses Foto, sind wir knapp 1.700 km (hin)gefahren
Nass, nass, nebelig und windig
Nass, nass, nebelig und windig

 

Das Wetter und Klima am Nordkap ist ein beeindruckendes Erlebnis, denn es ändert sich so schnell - man kann es richtig mit ansehen.

Trotz schlechterem Wetter, wir würden's nochmal machen
Trotz schlechterem Wetter, wir würden's nochmal machen

Fazit:

DER WEG IST DAS ZIEL!!!


Zwar ist das Nordkap als Ziel ein guter Anreiz, schön ist er aber nicht wirklich.